10. Februar 2016

Von Glück und Liebe - 2 Bücher fürs Herz





Hallo Ihr Lieben,

passend zum kommenden Valentinstag möchte ich euch heute 2 Bücher vorstellen, in denen es um Liebe und Glück geht und die ich sehr schätze und euch daher gern ans Herz legen möchte. 

Das erste Buch ist "Hectors Reise" von Francois Lelord,  einem französischen Psychiater und Schriftsteller, erstmals erschienen in 2002 (*1953) und mittlerweile auch erfolgreich verfilmt.



 Ein Buch von einem Psychiater? Ja und dieses ist es alles andere als ein Fachbuch, es ist ein Roman mit einer fast kindlich anmutenden Sprache.

Der Protagonist Hector ist ein Psychiater (^^) und irgendwie unzufrieden mit sich und der Welt. Zu oft hat der das Gefühl seinen Patienten nicht helfen zu können. Gerade Menschen mit Depressionen empfinden kein Glück mehr, sie sind unglücklich und Hector findet kein Rezept dagegen.

Also beginnt er sich zu fragen, was genau Glück eigentlich ist. Und um diese Frage zu beantworten, begibt er sich auf eine Reise, die in China beginnt, ihn aber auch nach Afrika und Amerika führt und auf dieser Reise erfährt er von ganz unterschiedlichen Menschen ihre jeweilige Sicht auf das Glück. Auf einem seiner Flüge benötigt eine junge afghanische Frau medizinische Hilfe und obwohl sie todkrank ist, empfindet sie dennoch Glück, z.B. weil ihr Neffe nicht mehr in den Krieg ziehen muss.

Hector notiert all seine Beobachtungen und daraus erstellt er dann seine Liste des Glücks. Insgesamt 23 Lektionen werden es am Ende des Buches sein.

Meine Lieblingslektionen:

Lektion Nr. 1: Vergleiche anzustellen ist ein gutes Mittel, sich sein Glück zu vermiesen.
Lektion Nr. 7: Es ist ein Irrtum zu glauben, Glück wäre das Ziel.
Lektion Nr. 8: Glück ist, mit den Menschen zusammen zu sein, die man liebt.
Lektion Nr. 8 b: Unglück ist, von den Menschen getrennt zu sein, die man liebt.
Lektion Nr. 18: Glück ist, wenn man der Meinung anderer Leute nicht zu viel Gewicht beimisst.

Habt ihr eine eigene Lektion des Glücks?


Das zweite Buch ist "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm, erstmals aufgelegt 1956 und wie ich finde, aktueller den je. (Meine Ausgabe ist aus 2008 in der 63. Auflage). 



Erich Fromm (1900 - 1980) ist ein deutsch-amerikanischer Psychoanalytiker und Philosoph. "Die Kunst des Liebens" ist also kein Roman sondern im weitesten Sinne ein verständliches Fachbuch.

Wenn Liebe eine Kunst ist, dann kann man es also erlernen? Laut Fromm kann man das nicht nur, man sollte es auch. "Ich möchte den Leser davon überzeugen, daß alle seine Versuche zu lieben fehlschlagen müssen, sofern er nicht aktiv versucht, seine ganze Persönlichkeit zu entwickeln, und es ihm so gelingt, produktiv zu werden; ich möchte zeigen, daß es in der Liebe zu einem anderen Menschen überhaupt keine Erfüllung ohne die Liebe zum Nächsten, ohne wahre Demut, ohne Mut, Glaube und Disziplin geben kann".

Liebe ist demnach nicht passiv, sie passiert nicht einfach, auch wenn wir alle diese romantische Version der Liebe in Büchern und Filmen bewundern und uns diese wünschen. Im Prinzip ist dies nur der Anfang, die Verliebtheit. Um eine Liebe aber aufrecht zu erhalten, gehört es eben diese zu entwickeln. "Jemanden zu lieben, ist nicht nur ein starkes Gefühl, es ist auch eine Entscheidung, ein Urteil, ein Versprechen. Wäre die Liebe nur ein Gefühl, so könnte sie nicht die Grundlage für das Versprechen sein, sich für immer zu lieben. Ein Gefühl kommt und kann auch wieder verschwinden".

Wenn von Liebe gesprochen wird, wird dies meist mit 'Geliebt werden' gleich gesetzt, nicht aber mit 'Lieben'. "Die Liebe zu anderen und die Liebe zu uns selbst stellen keine Alternative dar; ganz im Gegenteil wird man bei allen, die fähig sind, andere zu lieben, beobachten können, daß sie auch sich selbst lieben. Liebe ist grundsätzlich unteilbar; man kann die Liebe zu anderen Liebes-"Objekten" nicht von der Liebe zum eigenen Selbst trennen".

Um die Kunst des Liebens erlernen zu können, benötigt man nach Fromm Disziplin, diese wiederum erfordert Konzentration. Außerdem benötigt man Geduld und Glauben, für den man Mut benötigt. Liebe ist also ein lebenslanger Lernprozess, eng gekoppelt an unsere eigene Entwicklung, aber auch den Einsatz, den wir bereits sind zu leisten.

"Liebe ist die tätige Sorge für das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben."




Kennt ihr eines der Bücher und was ist eure Meinung? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Herzlichst Anke. 













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